< JuMeGa
14.09.2015 16:43 Alter: 2 yrs
Von: Jule Zentek

„JuMeGa“-Projekt Dank an Gastfamilien

Lüdinghausen - Seit knapp einem Jahr wird mit dem „JuMeGa“-Projekt eine ganz besondere Art der Jugendhilfe in Lüdinghausen angeboten. Im vergangenen Oktober startete die praktische Arbeit des Projekts „JuMeGa“, hinter dessen Kürzel sich die Bezeichnung „Junge Menschen in Gastfamilien“ verbirgt.


„Danke“ sagen wollten am Samstag die Träger des Projekts „JuMeGa“ des Sozialdienstes katholischer Frauen, das vor rund einem Jahr in Lüdinghausen angelaufen ist. Über den gelungenen Start dieser Jugendhilfe freuten sich Martina Wilke, Christoph Finger, Gertrud Kleingräber, Mathias Haase und Wolfgang Bröer (v.r.). Foto: Jule Zentek

Ins Leben gerufen wurde dieses Konzept der Jugendhilfe bereits vor vielen Jahren. Es richtet sich an Jugendliche, die Schwierigkeiten in ihren bisherigen Pflegefamilien und Bezugssystemen hatten.

Das Besondere an dem Konzept ist die Bedeutung, die der Jugendliche innerhalb seiner Gastfamilie hat. „Der Jugendliche erhält eine Art ,Gaststatus‘“, durch den die Möglichkeit der Ungebundenheit vorhanden ist“, erläuterte SkF-Vorstand Martina Wilke die Projektidee. In Lüdinghausen gibt es bisher drei Jugendliche, die das Projekt nutzen, das durch eine Trägerkooperation des Sozialdienstes katholischer Frauen und „Junikum“, der Gesellschaft für Jugendhilfe und Familien, initiiert wurde.

Um sich bei den Gastfamilien für ihr Engagement zu bedanken und den gelungenen Einstieg des Projekts zu feiern, luden SkF und Junikum zum Sommerfest in den Liudogarten am Standort des SkF. Dort konnten bei einem Grillbuffet die Erlebnisse und Erfahrungen ausgetauscht werden, und potenzielle Gastfamilien erhielten Informationen über das Konzept.

„Wir sind zufrieden mit dem, was wir geschafft haben“, lautete das Fazit von Christoph Finger. Der Rehabilitationspädagoge von Junikum betreut gemeinsam mit Gertrud Kleingräber vom SkF die Familien und Jugendlichen. Letztere halten sich rund zwei bis drei Jahre in den Gastfamilien auf und erhalten dort Unterstützung und Beratung durch die Trägerverbände. „Wichtig ist dabei, dass die Jugendlichen, die häufig an psychischen Problemen leiden und traumatisiert sind, den normalen Alltag erleben“, erläuterte Wolfgang Bröer von Junikum.

„Die Familien sollen die Jugendlichen annehmen, wie sie sind, die Entwicklung mitgehen und den Erfolg sehen“, so Bröer weiter.Für die Gastfamilien, die sich dazu bereit erklären, diese anspruchsvolle Aufgabe zu übernehmen und so einem jungen Menschen zu helfen, sind die Vertreter des Projekts sehr dankbar. „Wir würden uns über weitere engagierte Gastfamilien freuen“, eröffnete Christoph Finger die Wünsche der Trägerverbände für die Zukunft.