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01.10.2015 11:25 Alter: 2 yrs
Von: WN - SKF

Interkulturelles Training des SkF zur Flüchtlingsarbeit Missverständnissen vorbeugen

Lüdinghausen - Ethnologin Sandra de Vries erklärte Ehrenamtlichen die kulturellen Besonderheiten, die in der Arbeit mit Flüchtlingen zu beachten sind.Seit Juli 2015 arbeitet Sabine Schröder mit einer vollen Stelle im Fachdienst für Integration und Migration des SkF (Sozialdienst katholischer Frauen). Sie ist für die Beratung und Unterstützung von Menschen mit Migrationshintergrund zuständig.


Ethnologin Sandra de Vries informierte die Ehrenamtlichen über die unterschiedlichen kulturellen Hintergründe der Flüchtlinge, die derzeit nach Deutschland kommen. Foto: SkF

Diese Stellenerweiterung wurde möglich, da das Land NRW Gelder für die Beratung von neu zugewiesenen Flüchtlingen zur Verfügung gestellt hat und sich der SkF Lüdinghausen erfolgreich um eine weitere halbe Stelle beworben hatte, heißt es im Bericht des SkF.Neben der Beratung und Begleitung der Flüchtlinge und Ausländer ist es Sabine Schröder von jeher ein besonderes Anliegen, auch die zahlreichen Ehrenamtlichen, die sich als Einzelperson oder auch als Mitglied eines Unterstützerkreises für die Belange der Flüchtlinge einsetzen, in ihrem Tun zu unterstützen.

Dies geschieht in diesem Jahr unter anderem mit Hilfe von zwei großen Fortbildungsveranstaltungen, die von Sabine Schröder in Zusammenarbeit mit Vinzenz Mersmann vom Fachdienst Gemeindecaritas des Caritasverbandes Coesfeld vorbereitet und durchgeführt werden.Die erste Veranstaltung fand jetzt am Freitag in Pfarrheim St. Ludger in Lüdinghausen statt.

Unter dem Titel „Interkulturelle Kompetenz in der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit“ hatten sich circa 50 interessierte Bürger aus dem gesamten südlichen Dekanat eingefunden. Unter der Leitung von Sandra de Vries, freiberuflich tätige Ethnologin aus Münster, erlebten die Anwesenden einen hoch interessanten und abwechslungsreichen Nachmittag.

Neben einem theoretischen Teil, in dem de Vries unter anderem auf die unterschiedlichen Gründe für Migration und unterschiedliche interkulturelle Kommunikationsformen einging, gab es für die Anwesenden die Möglichkeit, konkrete Fallbeispiele anzubringen. Dieses Angebot wurde reichlich genutzt und so vergingen die dreieinhalb Stunden wie im Fluge, heißt es in dem Bericht.

Am Ende des Nachmittages waren sich alle Beteiligten einig: diese Veranstaltung hat einen guten Beitrag dazu geleistet, sich besser in die Lebenswelt und die Kultur der Flüchtlinge „hineinzudenken“. So konnte manches Missverständnis dank der kompetenten Beratung von Sandra de Vries im Gespräch geklärt werden.