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29.10.2015 13:28 Alter: 2 yrs
Von: Sigmar Syffus

Gastfamilien für Projekt Jumega gesucht!!


Senden - 

Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) sucht in Senden Gastfamilien, die Kinder aus schwierigen Verhältnissen für begrenzte Zeit bei sich aufnehmen. Den jungen Gästen soll Gelegenheit gegeben werden, den normalen Familienalltag kennen zu lernen und zur Ruhe zu kommen.

Von Sigmar Syffus

 

Jugendliche sind Suchende. Suchende nach einem eigenen Weg durchs Leben. Doch dazu brauchen sie immer wieder Halt und Orientierung durch vertrauensvolle Bezugspersonen.

Das gilt in einem ganz besonderen Maße für Jugendliche wie Steffi (Name von der Redaktion geändert). Denn die 16-Jährige hat es weitaus schwerer als die allermeisten ihrer Altersgenossen: Im Umfeld ihrer Familie wurde sie schwer traumatisiert. Sie hat Aufenthalte in der Kinder- und Jugendpsychiatrie hinter sich, lebte zwischenzeitlich sogar zwei Jahre lang auf der Straße.

Seit einem halben Jahr wohnt die 16-Jährige in einer Sendener Gastfamilie. „Hier hat sie zum ersten Mal einen Ort gefunden, an dem sie gerne ist, sich aufgenommen fühlt und zur Ruhe kommen kann“, sagt Gertrud Kleingräber, die beim Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) für „Junge Menschen in Gastfamilien“ (JuMeGa) zuständig ist. Es handelt sich um ein Gemeinschaftsprojekt des SkF Lüdinghausen mit der Gesellschaft für Jugendhilfe und Familie St. Agnes (junikum) in Oer-Erkenschwick.

Gertrud Kleingräber hält in Senden und Umgebung Ausschau nach „lebenserfahrene Menschen, die das Projekt weiter nach vorne bringen“, wie sie sagt. Zumal der Bedarf weiter wächst. Denn zusätzlich zu den deutschen Jugendlichen brauchen auch junge traumatisierte Jugendliche, die unbegleitet aus der Heimat geflüchtet sind, Betreuung und einen Ort, an dem sie zu sich selbst finden können.

„In der Regel geht es um Jugendliche zwischen zwölf und 21 Jahren, die vielfältige ungünstige Lebensbedingungen erfahren haben, zum Beispiel Verwahrlosung oder Misshandling, die an ADHS leiden, von psychiatrischer Behinderung bedroht sind beziehungsweise schon erkrankt sind oder die Spielregeln der Gesellschaft nie oder nicht ausreichend kennen“, erläutert die SkF-Mitarbeiterin.

Auf die Familien kommt damit eine nicht gerade einfache Aufgabe zu. Das bestätigt Gastmutter Petra (Name geändert): „Es ist ein echte Herausforderung, aber auch unendlich schön, zu sehen wie Steffi langsam ankommt, sich öffnet und aufblüht“, sagt die Sendenerin. „Steffi ist ein Kind, dem man die Hand reichen muss. Durch Gertrud Kleingräber und die JuMeGa-Betreuung habe ich die bestmögliche Unterstützung erfahren.“

„Wir begegnen den Gastfamilien auf Augenhöhe und stellen ihnen 24 Stunden lang eine Bereitschaft zur Verfügung. Für den Fall, dass es mit den jugendlichen Gästen nicht klappt, kann junikum kurzfristig einen Platz in einer Wohngruppe zur Verfügung stellen“, erläutert die SkF-Mitarbeiterin. Wenn alles klappt, könne der Aufenthalt in einer Gastfamilie bis zu zwei Jahre dauern.

Das Jugendamt zahlt die Sachkosten für den Lebensunterhalt des jungen Menschen sowie eine angemessene Vergütung für den Aufwand der Gastfamilie. Ferner übernimmt das Jugendamt die Personal- und Sachkosten des JuMeGa-Fachdienstes. Gastfamilien, die sich für das Projekt interessieren, erreichen den JuMeGa-Fachdienst über das Sekretariat des SkF Lüdinghausen, ✆ 0 25 91 / 235-25.